Die Taufpaten und Trauzeugen werden beim Gedcom-Export mit den benutzerdefinierten Gedcom-Tags _GODP bzw. _WITN gekennzeichnet. Da PAF wie oben geschildert nur Gedcom 5.5 kennt, kann es diese Einträge beim erneuten Import nicht interpretieren und wieder korrekt in die Eingabemaske einfügen. Sie sollten daher beim Importieren zumindest die Option "Importprobleme in Notizen aufzeichnen" aktivieren. Die Daten gehen damit nicht gänzlich verloren und können falls erforderlich (auch automatisiert) wieder rekonstruiert werden. Sie können das Problem aber natürlich auch damit umgehen, indem Sie anstelle der Gedcom-Dateien die PAF-Dateien benutzen, denn in diesen bleiben die Daten auch in den benutzerdefinierten Eingabefeldern selbstverständlich erhalten.
| Eingaberegel |
falsch |
richtig |
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| Vor- und Nachname in der Reihenfolge angeben, wie schon durch die Begriffe selbst deutlich wird: Der Vorname steht vor dem Nachnamen. Der Nachname steht nach dem Vornamen. |
STEINBAUER Josef |
Josef STEINBAUER |
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| Auch wenn man bei uns in Bayern das genaue Gegenteil praktiziert und dabei der Josef Steinbauer zum Steinbauer Sepp wird, gewöhnen Sie sich bitte in eigenem Interesse an, Vor- und Nachnamen in der richtigen Reihenfolge einzugeben. Vergewissern Sie sich, dass Sie diejenige Reihenfolge einhalten, die Ihr Genealogieprogramm erwartet. Wie uns die Erfahrung gelehrt hat, wird dieser Fehler des öfteren gemacht, was dann z.B. zur Folge hat, dass im Programm weder die Zuordnung, noch die Sortierung oder Such- und Filterfunktionen im Programm korrekt funktionieren. Bitte ersparen Sie sich (und allen denen Sie Ihre Daten einmal weitergeben möchten) arbeits- und zeitaufwändige Korrekturen der Namensreihenfolge. |
| Zur besseren Kenntlichmachung des Nachnamens wird dieser in Großbuchstaben eingegeben. |
Josef Steinbauer |
Josef STEINBAUER |
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| Die Hervorhebung des Nachnamens in Form durchgehender Großschreibung ist in der Genealogie übliche Praxis. Dies ermöglicht beispielsweise die schnelle Erfassung der für den Familienforscher wichtigen Namen in umfangreicheren Textwerken. Hilfreich ist die Großschreibung auch dann, wenn die Korrektheit der Reihenfolge von Vor- und Nachname anzweifelbar erscheint. |
| Als Nachname ist ausschließlich und nur der Geburtsname anzugeben. |
Maria STEINBAUER |
Maria HINTERDOBLER |
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| Diese Regel ist besonders wichtig und unbedingt einzuhalten. Die Frage welchen Nach- bzw. Familiennamen man im Ahnenprogramm eintragen soll, taucht immer wieder auf. Gerade Einsteiger im Umgang mit dem ersten Genealogieprogramm können hier ins Grübeln kommen: In der Regel gibt es nur ein einziges Eingabefeld für den Nachnamen und das obwohl die Vorfahren durch Adoption, Hof-/Hausnamen, (mehrfache) Heirat, etc. zum Teil einen mehrmaligen Namenswechsel mitmachten. Wer etwas überlegt wird gewiss selbst auf die Lösung kommen: Die einzig logische Vorgehensweise ist es, den Geburtsnamen einer Person einzutragen - nur dieser ist eindeutig, denn Haus-, Hof- und Ehenamen können sich im Laufe eines Lebens ändern - der Geburtsname aber niemals. Wenn in unserem Beispiel die Maria als Hinterdobler geboren wurde, später aber einen Steinbauer geheiratet hat, wird sie trotzdem immer als Maria Hinterdobler im Ahnenprogramm geführt. |
| Ist der Geburtsname nicht bekannt, erfolgt die Angabe "NN". |
Maria |
Maria NN |
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| Auch dies ist etablierter Standard in der Genealogie. Ein (noch) nicht bekannter Name wird mit der Abkürzung der lateinischen Wörter nomen nescio umschrieben. Bitte beachten Sie, dass es falsch wäre den Ehenamen einzutragen, falls der Geburtsname nicht bekannt ist. Dies würde nämlich unweigerlich suggerieren, dass die Person mit diesem Namen geboren wurde, was mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zutrifft. |
| Ansonsten sollten Felder bei fehlenden bzw. unbekannten Angaben leer gelassen werden. (Ausnahme: Datumsabschätzungen, siehe unten.) |
??? |
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| Ersetzen Sie fehlende Angaben bitte nicht durch ausgefallene und kreative Zeichen oder Beschreibungen. Es kann erheblichen Aufwand nach sich ziehen, diese Angaben nachträglich wieder zu entfernen, da sie die EDV-mäßige Auswertung schwieriger machen. Wenn etwas nicht bekannt ist, lassen Sie das entsprechende Eingabefeld im Ahnenprogramm einfach leer. |
| Im Feld "Vollständiger Name" ist eine einheitliche, standardisierte Namensschreibweise zu benutzen. (Schreibvarianten werden dagegen in das Feld "Phonetischer Name" eingetragen.) |
Hans PAUR
Maria STEINBAUERIN |
Johann BAUER
Maria STEINBAUER |
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| Auch hier sollte man die EDV-mäßige Behandlung der Daten im Hinterkopf behalten. Such- und Filterfunktionen, Zusammenhänge, Vergleiche, Sortierung, alphabetische Reihenfolge, funktionieren dann am besten, wenn die Namen standardisiert sind. Verwenden Sie daher bei Vornamen keine Kurz- bzw. Koseformen und tragen Sie beim Nachnamen möglichst immer die heute übliche Schreibform ein. Wenn Sie beispielsweise Vorfahren haben, die sich abwechselnd mal Paur, dann wieder Baur und bald darauf Pauer nannten, dann tragen Sie dessen ungeachtet trotzdem immer die heute übliche Form Bauer in das Namensfeld ein. Die Endung -in zur Angabe des grammatischen Geschlechts ist für uns alle bei Wörtern wie etwa Ahnenforscher-Ahnenforscherin, Sprecher-Sprecherin, Bauer-Bäuerin ganz selbstverständlich. Dies war früher auch bei Familiennamen üblich und wird noch heute im bairischen Sprachgebrauch so praktiziert. (In Bayern ist die Nachbarin also nicht die Frau Maier sondern die Maierin.) Sie sollten dabei aber beachten, dass diese Genusendung nicht Bestandteil des eigentlichen Familiennamens ist! Wenn folglich im Kirchenbuch Maria STEINBAUERIN zu lesen ist, dann lautet der korrekte Name Maria STEINBAUER, was auch so - also ohne die Genusendung - ins Ahnenprogramm eingetragen wird. |
| Für (akademische) Titel ist das in Gedcom vorgesehene Feld zu nutzen. Der Titel sollte auf keinen Fall beim Nachnamen aufgeführt werden, denn dann kann sich der Titel - je nach Programm - automatisch auch auf die Abkömmlinge übertragen! |
Anton Dr. MAIER |
Anton MAIER |
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| Gedcom sieht in der Spezifikation ein eigenes Feld für Ausbildungsabschlüsse und akademische Grade vor. Prüfen Sie daher wie Ihr Ahnenprogramm dies umsetzt und tragen Sie derartige Angaben bitte niemals direkt beim Namen ein. |
| Ausnahme: Adelstitel sind dem Nachnamen voranzustellen. |
Josef MAIER v. |
Josef v. MAIER |
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| Adelstitel werden zum Namensbestandteil und sollten daher dem eigentlichen Nachnamen vorangestellt werden. |
| Keine Namenszusätze oder Anmerkungen einfügen. |
Maria HINTERDOBLER, verw. STEINBAUER |
Maria HINTERDOBLER |
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| Diese Regel wird leider oft missachtet was zum Teil erheblichen Aufwand bei der Nachbearbeitung verursacht. Computer sind dumm - oder sagen wir stur und unflexibel. Wenn die Software im Namensfeld den Namen einer Person erwartet, dann bringt man das System verständlicherweise leicht zu Fall (und den Mensch vor dem Computer in Verzweiflung), wenn man sich nicht daran hält. Zusätzliche Bemerkungen, wie beispielsweise "verw. Steinbauer" sind schlicht falsch weil sie nicht zum Namen gehören und obendrein redundant, also überflüssig. Dass die Maria Hinterdobler aus unserem Beispiel eine verwitwete Steinbauer war, ist nämlich durch die entsprechende Partner-Verknüpfung ohnehin als Information in der Gedcomdatei vorhanden. |
| Namen immer vollständig ausschreiben. (Keine Abkürzungen verwenden.) |
A.M. HINTERDOBLER |
Anna Maria HINTERDOBLER |
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| Vielleicht haben Sie sich auch angewohnt, bestimmte Namen oder auch Orte der Einfachheit und schnelleren Schreibung wegen abzukürzen. A.M. für Anna Maria, Joh. für Johann oder J.G. für Johann Georg wären ein paar Beispiele dafür. Solcherlei Abkürzungen mögen bei handschriftlichen Aufzeichnungen hilfreich sein, in der Ahnendatei verursachen diese aber Probleme die man nur verhindern kann, wenn man alle Abkürzungen nachträglich wieder entfernt. Bitte benutzen Sie daher keine Abkürzung bei der Dateneingabe, schreiben Sie stattdessen alles aus. |
| Keine latinisierten Namensformen übernehmen. |
Vitus MAIER
Joannes MAIER
Jacobus MAIER |
Veit MAIER
Johann MAIER
Jakob MAIER |
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| Diese Eingaberegel sorgt ebenfalls für eine möglichst einheitliche Schreibweise der Namen. Diese ist bei der Pflege und Auswertung der Daten am Computer unerlässlich, denn nur so funktionieren Suche, Filter, Abgleich und Verschmelzung am effektivsten. Beachten Sie, dass Endungen aufgrund grammatikalischer Fälle (Kasus) in der Regel nicht Bestandteil des eigentlichen Namens sind. In der lateinischen Schrift tritt auch oftmals an Stelle des Buchstabens k ein c. Falsch wären beispielsweise folgende Vornamen: Antonius (korrekt: Anton), Catharina (korrekt: Katharina), Christophorus (korrekt: Christoph, Christof, Kristof), Crescentia (korrekt: Kreszenz), Emerentia (korrekt: Emerenz), Friedericus (korrekt: Friedrich), Georgius (korrekt: Georg), Jacobus (korrekt: Jakob), Joannes (korrekt: Johann), Josephus (korrekt: Josef), Laurentius (korrekt: Laurenz oder Lorenz), Petrus (korrekt: Peter). |
| Die Ortsangaben müssen (zumindest für Bayern) unbedingt eindeutig sein. Wenn es einen Ortsnamen mehrfach gibt und Sie keine näheren Angaben beifügen, können wir den tatsächlich gemeinten Ort oft nur unter erheblichem Arbeits- und Zeitaufwand "erraten". Die Erfahrung hat gezeigt, dass bei mehrfach vorhandenen Ortsnamen die zusätzliche Nennung der (heutigen) politischen Gemeinde ausreicht, um eine Ortsangabe eindeutig zu machen. |
Langbruck
Deggendorf, Deggendorf
Straubing, Straubing-Bogen, Niederbayern, Deutschland, Europa, Planet Erde |
Langbruck, Neureichenau
Deggendorf
Straubing |
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| Wenn Sie Ihre eigenen Familiendaten verwalten, wissen Sie zwar um welchen Ort "Moos" es sich handelt. Wenn Sie diese Daten an uns weitergeben, stehen wir aber vor einem großen Problem: Alleine in Niederbayern gibt es etwa 15 verschiedene Ortschaften mit diesem Namen. (Bayernweit sind es sogar über 70.) Bitte denken Sie daran, dass sich dieses Problem gleichnamiger Orte nicht nur auf kleine Ortschaften beschränkt: Beispielsweise gibt es den Ortsnamen München dreimal in Bayern. Wie Sie Ortsangaben für unsere Zwecke eindeutig machen können, hängt vom verwendeten Gedcom-Format ab. Gedcom 5.5EL und XML erlauben es hierarchische Zugehörigkeiten anzugeben. Bei Gedcom 5.5 gibt es in der Regel nur ein einziges Ortsfeld. In diesem Fall geben Sie zuerst den betreffenden Ortsnamen an. Ist dieser für sich alleine noch nicht eindeutig, dann (und nur dann) folgt, mittels Komma getrennt, die Angabe der nächsthöheren Gebietseinheit. Dies kann z.B. der politisch oder kirchliche Gemeindeort oder, falls dieser nicht auszumachen ist, zumindest der nächstgrößere Ort sein. Nur wenn auch diese Angabe immer noch keine eindeutige Zuordnung ermöglicht, sollten weitere Angaben folgen. Im gezeigten Beispiel ist Langbruck alleine falsch, denn es gibt mehrere Ortschaften mit diesem Namen, die Angabe Deggendorf, Deggendorf (Ort und Landkreis) ist falsch, denn der Ortsname ist alleine für sich schon eindeutig und bedarf keiner näheren Spezifizierung. Man sollte es also auch nicht übertreiben, was im Beispiel mit Straubing etwas überspitzt dargestellt ist. |
| Um Ortsangaben eindeutig zu machen, dürfen gerne auch Postleitzahlen angegeben werden. Dies macht für unsere Zwecke jedoch nur Sinn, wenn Sie die PLZ in ein eigenes(!) Feld eingeben. Postleitzahlen bitte nicht in das Ortsfeld eintragen. |
94469 Deggendorf |
Deggendorf |
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| Wir verwenden in unserer Datenbank intern einen eigenen PLZ-Schlüssel, um die Orte näher zu bestimmen. Gedcom spezifiziert für Postleitzahlen kein spezielles Feld, deshalb haben wir das Feld für den Wohnort dafür zweckentfremdet. |
| Ortsangaben bitte immer in einer standardisierten (heute offiziell verwendeten) Schreibweise vornehmen. |
Glötzing |
Klessing, Rinchnach |
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| Auch wer versucht ist, alte Kirchenbucheinträge möglichst detail- und originalgetreu abzutippen - bitte bedenken Sie: Solche Angaben bereiten, gerade bei der EDV-mäßigen Verarbeitung, erheblich mehr Probleme als der dadurch gegebene etymologisch, historische Informationsgehalt aufwiegen würde. Wenn Sie frühere Schreibweisen trotzdem festhalten möchten, verwenden Sie dafür bitte ein separates (Notiz-)Feld. |
| Datumsangaben im deutschen Format: TT.MM.JJJJ |
Nov. 16, 2003 |
16.11.2003 |
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| Prüfen Sie vorab in welcher Art und Weise das von Ihnen verwendete Ahnenprogramm die Datumseingabe erwartet. Bei PAF können Sie die Datumseingabe unter Extras | Voreinstellungen | Format festlegen. |
| Datumsangaben möglichst immer ausfüllen. Das gilt insbesondere für das Geburtsdatum: Hierbei zumindest immer eine Abschätzung eintragen. (Abschätzung sind jedoch immer als solche zu kennzeichnen!) |
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vor 1730 |
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| Das Geburtsdatum stellt ein wichtiges Kriterium für die Zu- bzw. Einordnung von Personen dar. Stellen Sie sich vor, Sie hätten über 100 Josef Maier oder 200 Anna NN in Ihrer Ahnendatenbank zu denen Sie keine weiteren Angaben haben. Je mehr es davon gibt, um so schwieriger wird es, einzelne Personen zeitlich und innerhalb der Ahnentafel zuzuordnen und den Überblick zu behalten. Stimmt das wirklich? Eigentlich nicht, denn in der Regel bestehen zwischen den Personen Verknüpfungen und damit auch gewisse in Frage kommende Zeiträume. Wenn Sie also beispielsweise eine Anna NN vorliegen haben, von der Sie nur wissen, dass ihr erstes Kind 1650 geboren wurde, dann lässt sich (unter Annahme eines Durchschnittsalters von 19 Jahren bei der Erstgeburt) ungefähr abschätzen, dass die Anna NN 1631 geboren ist. Tragen Sie beim Geburtsdatum immer zumindest eine solche Abschätzung ein. Eine Abschätzung ist immer besser, als gar keine Angabe. Im Idealfall sollte es in Ihrer Ahnendatei keine einzige Person ohne ein Geburtsdatum geben! |
Bei unvollständigen Datumsangaben an Programmkonventionen halten, damit das Datum auch als solches erkannt wird. (Manche Programme erkennen bestimmte Schlüsselwörter. Die angeführten Beispiele gelten für PAF.) Bei Abschätzungen kann man zwischen folgenden Fällen unterscheiden:
| PAF-Schlüsselwort |
Beschreibung |
Gedcom-Präfix |
| Vor ... |
Datum liegt vor einem Ereignis. |
BEF |
| Nach ... |
Datum liegt nach einem Ereignis. |
AFT |
| Ungefähr/Ung ... |
Toleranz klein, z.B. +/- 1 Jahr. |
ABT |
| Geschätzt/Ges ... |
Toleranz groß, z.B. +/- 5 Jahre. |
EST |
| Berechnet/Ber ... |
Das Datum lässt sich anhand anderer Angaben und Ereignisse berechnen. |
CAL |
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ca. 1690 |
Ungefähr 1690 oder: Ung 1690 |
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| Etwa 1720 |
Ungefähr 1720 oder: Ung 1720 |
| um 1751 |
Geschätzt 1751 oder: Ges 1751 |
| Errechnet 1865 |
Berechnet 1865 oder: Ber 1865 |
Versuchen Sie sich die verwendeten Begriffe und Ihre Bedeutung klar zu machen, damit Sie diese konsequent einsetzen können. Hier ein paar Beispiele zur korrekten Verwendung:
- Vor: Sie haben das Geburtsdatum 1700 eines Kindes vorliegen. Unter der Annahme, dass Frauen zu der Zeit ungefähr mit 19 Jahren erstmals Mutter wurden (Männer mit 25 erstmals Vater), käme man auf ein Geburtsjahr der Mutter von 1681. Wenn jedoch ungewiss ist, ob das Kind das erstgeborene ist, kann man zumindest angeben, dass die Mutter vor 1682 geboren ist.
- Nach: Der Ehemann stirbt im Sommer 1706 nicht als Witwer. Sie können daher das Sterbejahr der Ehefrau mit nach 1705 angeben.
- Ungefähr: Sie wissen von einer Person, dass diese um das Jahr 1803 herum geboren ist (maximal +/- 1 Jahr Abweichung). Sie können somit das Geburtsjahr mit ungefähr 1803 angeben.
- Geschätzt: Das letzte auffindbare Kind einer Frau wurde 1766 geboren, im Traueintrag eines Kindes von 1772 ist vermerkt, dass die Mutter bereits verstorben ist. Sie muss also zwischen 1766 und 1772 verstorben sein. Sie können damit das Sterbejahr auf geschätzt 1769 (+/- 3 Jahre) festlegen.
- Berechnet: Sie kennen das Sterbejahr 1793 einer Person und das Alter von 73 Jahren. Das berechnete Geburtsjahr ist demnach 1720.
Vorsicht: Leider ist die (deutsche) Hilfedatei von PAF zu diesem Thema nicht ganz korrekt. In der PAF-Hilfe steht nämlich, dass man bei einem errechneten Datum das Schlüsselwort Errechnet bzw. Err verwenden soll. Das quittiert PAF dann aber mit der Fehlermeldung "Das eingegebene Datum weicht vom Standard ab." Korrekt ist stattdessen Berechnet bzw. Ber, das dann auch in das entsprechende Gedcom-Präfix CAL umgesetzt wird.
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Die Angaben zum Beruf können nach folgendem Schema aufgeschlüsselt werden:
Herkunftsstand, Besitzstand, Tätigkeit(en).
Im (separaten) Ortsfeld werden (in entsprechender Reihenfolge) die zugehörigen Orte aufgelistet. |
Bauerssohn von Neustadt |
Bauerssohn, Häusler, Weber |
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| Der Herkunftsstand liefert Informationen die in der Regel auf den Besitzstand oder die Tätigkeit des Vaters schließen lassen: Zumeist findet man diese Angabe beim Trauungseintrag. Wenn jemand bei der Heirat als Bauerssohn bezeichnet wird, dann kann man daraus die Information ableiten, dass der Vater ein Bauer war. Der Besitzstand kann beispielsweise als Häusler, Gütler, Söldner (bezieht sich auf die Hofgröße Sölde, hat also nichts mit dem Soldat zu tun!) zum Ausdruck kommen. Die Tätigkeit ist schließlich der eigentlich ausgeübte Beruf, z.B. Weber, Wirt, Tagelöhner, Bauer, usw. |